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Goslar

Die Kommune im Überblick

Wappen der Stadt Goslar

Die Kreisstadt Goslar umfasst seit ihrer Fusion mit der Stadt Vienenburg am 1.1.2014 rund 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie liegt am nördlichen Rand des Harzes im Landkreis Goslar und stellt das größte Mittelzentrum im Harzraum dar. Die Stadt hält eine Vielzahl von Versorgungseinrichtungen vor.

Neben dem Tourismus spielen Industrie und gewerbliche Wirtschaft eine bedeutende Rolle für die Stadt. So ist Goslar ein wichtiger Standort für die Automobilzulieferindustrie.

Die Aktivitäten im Rahmen des Projektes "Vielfalt in Stadt und Land" konzentrieren sich zunächst auf zwei Stadtteile: die "Altstadt" und das zentrumsnah gelegene "Jürgenohl".

Die Altstadt ist das Zentrum der Stadt; dort befinden sich wichtige Handelsgeschäfte, Dienstleistungsgewerbe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen. Mit rund 8.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gehört die Altstadt zu den größten Wohnquartieren der Stadt. Im Jahr 1992 wurde die Altstadt in die "Liste des Kultur- und Naturerbes der Menschheit" der UNESCO aufgenommen. 

Die Bebauung stammt überwiegend aus dem 16. bis 17. Jahrhundert. Die Gebäude sind bis auf wenige Ausnahmen in Fachwerkbauweise errichtet. Die Bebauung weist eine sehr hohe Dichte auf. Die Straßenräume sind eng und die Freiflächenanteile im Verhältnis zu anderen Wohngebieten gering.

Goslar, Altstadt, Foto: Stefan Schiefer
Goslar, Altstadt, Foto: Stefan Schiefer

Teile der Altstadt weisen Funktionsverluste auf. Vermehrt fehlen Geschäfte des täglichen Bedarfs. Viele Wohnungen der in der Altstadt gelegenen Unterstadt weisen zudem technische Mängel auf. Das Mietniveau der Wohnungen ist entsprechend niedrig. Die geringe Anzahl von Grünflächen –in Verbindung mit den dicht bebauten Blockinnenbereichen – begrenzt die Kommunikations- und Integrationsmöglichkeiten im Quartier.

Der Stadtteil "Jürgenohl" wurde in den 1960er-Jahren auf den Flächen des ehemaligen Rollfeldes des Fliegerhorstes Goslar nach dem Vorbild der gegliederten und aufgelockerten Stadt errichtet. Es handelt sich um ein Wohnquartier mit einem sehr geringen Gewerbeflächenanteil.

Die Gebäude wurden überwiegend  3- bis 4-geschossig in Zeilenbauweise errichtet. Grün- und Freiflächen sind ausreichend vorhanden, haben aber eine geringe Aufenthaltsqualität.

Der Marktplatz ist von einem Funktionsverlust betroffen.

Vielfalt: Situation und Entwicklungstrends

Der Anteil ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner im Stadtgebiet Goslar liegt bei 6,7 Prozent. In der Altstadt fällt dieser Anteil mit 10,3 Prozent deutlich höher aus, während er im Stadtteil Jürgenohl knapp sechs Prozent beträgt.

Die größten Zuwanderergruppen kommen aus Polen (knapp 20 Prozent), der Türkei (16,4 Prozent) sowie der Russischen Föderation (7,4 Prozent).

Goslar durchläuft einen Alterungs- und Schrumpfungsprozess. In Jürgenohl gibt es einerseits einen Bedarf an barrierefreiem Wohnraum für Ältere und Menschen mit Behinderung, andererseits werden Wohnungen für den Zuzug jüngerer, auch migrantischer Haushalte benötigt.

Vielfalt: Strategien, Konzepte & Strukturen

Die Integrationsarbeit in der Stadt Goslar wird in großen Teilen von der Verwaltung der Stadt und des Landkreises, von ortsansässigen Vereinen, kirchlichen Einrichtungen und den Quartiermanagements der Wohnungsbaugesellschaften getragen. Darüber hinaus ist eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern ehrenamtlich tätig. Die Zuständigkeit für Flüchtlinge und Ausländer liegt beim Landkreis.

Projektrelevante Fragestellungen richten sich auf die gewerbliche Stärkung durch Migration und Zuwanderung, auf die Integration von Flüchtlingen sowie auf das nachbarschaftliche Zusammenleben von alteingesessenen Senioren und Zuwanderern.

Vielfalt: Maßnahmen und Projekte

Für das Gebiet "Altstadt – Östlicher Teil" wurde ein Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm "Städtebaulicher Denkmalschutz" ab dem Jahr 2016 gestellt.

Für den Stadtteil Jürgenohl wird ein Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm "Soziale Stadt" vorbereitet.

Die Stadt hat öffentlich ihre Bereitschaft zur verstärkten Aufnahme von Flüchtlingen und Asylsuchenden signalisiert. Damit wird u.a. auf die demografischen Entwicklungen reagiert.

 

Steckbrief
Bundesland
Niedersachsen
Landkreis
Landkreis Goslar
Name Ansprechpartner
Herr Helmut Borrmann
Funktion Ansprechpartner
Leiter Stadtplanung
Telefon Ansprechpartner
(05321) 704-401
E-Mail
Internetadresse
Einwohnerzahl
50 000