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Stadt Ilmenau

Die Kommune im Überblick

Wappen der Stadt IlmenauDie Goethe- und Universitätsstadt Ilmenau ist mit rund 29.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt im Ilm-Kreis und hat den Status eines Mittelzentrums.

Ilmenau liegt in Mittelthüringen, unmittelbar am Nordrand des Thüringer Waldes und etwa 40 km von der Landeshauptstadt Erfurt entfernt.

Die Stadt hat viele Gesichter: Sie ist moderne Universitätsstadt, Technologiestandort, Kleinstadt mit historischem Stadtkern und als Goethestadt beliebtes Ausflugs- und Tourismusziel. Größter Arbeitgeber ist die Technische Universität mit rund 6.600 Studierenden, davon ca. 13 Prozent aus dem Ausland.

Die Innenstadt steht seit Jahren im besonderen Fokus der Stadtentwicklung. So wurde der historische Stadtkern – mit einer Gesamtfläche von rund 28,5 ha und 1.380 Wohneinheiten – bereits 1993 als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Die gestiegene Attraktivität des Stadtzentrums belegt heute u.a. eine relativ stabile Einwohnerentwicklung, die sich positiv von den allgemeinen Abwanderungstendenzen in der Region abhebt, sowie ein geringer Wohnungsleerstand von 2,5 Prozent.

Gleichwohl ist gerade die Innenstadt durch nennenswerten gewerblichen Leerstand gekennzeichnet: 15 Prozent der innerstädtischen Ladengeschäfte stehen leer (2014). Überproportional hoch ist die Leerstandquote bei Geschäften mit geringer Verkaufsfläche.

Die weitere Sanierungstätigkeit soll sich nicht mehr allein auf die Beseitigung städtebaulicher Mängel, sondern auch auf den Umgang mit dem tiefgreifenden Strukturwandel richten. Der Standort soll weiter gestärkt werden, besonders mit Blick auf Dienstleistungen, Handel, Kultur und Tourismus.

Foto: Ilmenau - Markt mit Hennebrunnen und Blick auf die Stadtverwaltung; Foto: Andreas Hartmann
Ilmenau - Markt mit Hennebrunnen und Blick auf die Stadtverwaltung; Foto: Andreas Hartmann

Vielfalt: Situation und Entwicklungstrends

Der Ausländeranteil in der Stadt ist mit 6,4 Prozent im Jahr 2014 (4,2 Prozent im Jahr 2010) im Vergleich zu anderen ostdeutschen Klein- und Mittelstädten hoch.

Die größten Zuwanderergruppen kommen dabei aus der Russischen Föderation (12 Prozent), Kasachstan (11,3 Prozent) und Polen (8,4 Prozent).

Als Universitätsstandort hat die Stadt Potenzial für internationale Zuwanderung. 837 Studierende sind ausländischer Herkunft; darüber hinaus sind weitere 100 Universitätsangestellte und Promovenden Ausländer.

Von den 1.819 Bewohnerinnen und Bewohnern des historischen Stadtkerns (Altstadt) sind gut fünf Prozent ausländischer Herkunft (2014).

Zudem leben gegenwärtig rund 200 Flüchtlinge und Asylsuchende in Ilmenau. Kurz- bis mittelfristig wird hier mit einem starken Anstieg gerechnet.

Vielfalt: Strategien, Konzepte & Strukturen

Ilmenau versteht sich als weltoffene Stadt und Vorreiterin in der Region für eine weitgehend gelungene Integration – mit Blick sowohl auf die Gesellschaft als auch den Arbeitsmarkt.

Der Stadtrat unterhält einen Arbeitskreis, der die Weltoffenheit der Stadt weiter befördern will.

Auf städtischer Verwaltungsebene agiert eine ehrenamtliche Ausländerbeauftragte als Anlauf- und Schnittstelle für alle Beteiligten. Die Zuständigkeit für Flüchtlinge liegt grundsätzlich beim Landkreis.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation gründete sich im Jahr 2014 in Ilmenau ein ehrenamtliches Netzwerk zur Unterstützung von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Das Netzwerk und die Stadt- bzw. Kreisverwaltung sind um eine regelmäßige Abstimmung bemüht.

Projektrelevante Fragestellungen richten sich auf die gewerbliche Stärkung durch Migration und Zuwanderung (Migrantenökonomie), die Umnutzung gewerblichen Leerstands sowie die Aktivierung von Privateigentümern.

Foto: Ilmenau - Bahnhof mit Technologie Terminal Ilmenau; Foto: Andreas Hartmann
Ilmenau - Bahnhof mit Technologie Terminal Ilmenau; Foto: Andreas Hartmann

Vielfalt: Maßnahmen und Projekte

Auf Initiative des Stadtrates wurde 2015 die Fußgänger- und Radwegebrücke zwischen dem Campus der Universität und der Innenstadt nach Nelson Mandela benannt. Dies soll zum Ausdruck bringen, "dass Brücken zwischen verschiedenen Kulturen gebaut werden können und sollen".

Mit Blick auf die aktuelle und zukünftige Situation der Flüchtlinge soll die bisherige Integrationsstrategie kritisch überprüft und ggf. neu ausgerichtet werden.

Die Innenstadt ist seit 2002 Programmgebiet des "Stadtumbaus Ost"; zwischen 2008 und 2013 wurde der Innenstadtbereich zudem durch das Städtebauförderungsprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" unterstützt.

Steckbrief
Bundesland
Thüringen
Landkreis
Ilm-Kreis
Name Ansprechpartner
Herr Kay Tischer
Funktion Ansprechpartner
Bürgermeister
Telefon Ansprechpartner
(03677) 600-125
E-Mail
Internetadresse
Einwohnerzahl
29 000