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Steinfurt

Die Kommune im Überblick

Logo der Stadt SteinfurtDie nordrhein-westfälische Stadt Steinfurt ist mit rund 33.500 Einwohnerinnen und Einwohnern Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Münster. Darüber hinaus ist Steinfurt als Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden ausgewiesen.

Das Stadtgebiet liegt rund 30 km nordwestlich von Münster und umschließt die beiden Ortsteile Burgsteinfurt und Borghorst.

Bei der Altstadt des Ortsteils Burgsteinfurt handelt es sich um ein heterogenes Altstadtquartier mit einer Größe von rund 17 ha auf mittelalterlichem Grundriss, das von 1975 bis 2011 als Sanierungsgebiet ausgewiesen war und mit Mitteln der Städtebauförderung aufgewertet wurde. Die Altstadt ist durch einen hohen Bestand an historischer Bausubstanz sowie an baukulturell und denkmalpflegerisch bedeutsamen Gebäuden geprägt. Eine Denkmalbereichssatzung und eine Gestaltungssatzung sollen ergänzend zum Erhalt des Stadtbildes beitragen. Allerdings weist der Gebäudebestand in der Altstadt immer noch sehr unterschiedliche Sanierungsstände auf.

Die Gewerbestruktur Steinfurts ist geprägt durch kleine und mittelständische Unternehmen und Dienstleistungsbetriebe; klassische Industriebetriebe sind hingegen nicht vorhanden. Die Nutzungsstruktur der Innenstadt ist überwiegend gekennzeichnet durch kleinteiliges Gewerbe und Einzelhandel zur Nahversorgung. Allerdings steigt die Leerstandquote bei den Ladenlokalen  seit geraumer Zeit an.

Mit zahlreichen weiterführenden Schulen und einem Campus der Fachhochschule Münster verfügt Steinfurt über eine gute Bildungsinfrastruktur. Dies spiegelt sich auch in der Bevölkerungsstruktur wider: So zeigt die Altersverteilung in der Altstadt, dass dort überdurchschnittlich viele Einwohnerinnen und Einwohner im Alter zwischen 21 und 30 Jahren leben.

Foto: Steinfurt, Wochenmarkt; Foto: Günther Hilgemann
Steinfurt, Wochenmarkt; Foto: Günther Hilgemann

Vielfalt: Situation und Entwicklungstrends

Die Bevölkerung der Stadt Steinfurt setzt sich aus insgesamt 92 Nationen zusammen.

Im Betrachtungsgebiet "Altstadt Burgsteinfurt" liegt der Anteil von Migrantinnen und Migranten an der dortigen Wohnbevölkerung mit zehn Prozent über dem stadtweiten Durchschnitt von etwa sieben Prozent. Gerade im Zentrum stellen die Migrantinnen und Migranten daher keine Randgruppe dar, sondern sind relevanter Bestandteil der Bevölkerungsstruktur der Altstadt und prägen und gestalten diese mit.

Die größten Zuwanderergruppen kommen aus der Türkei (18,9 Prozent), Kasachstan (18,2 Prozent), der Russischen Föderation (11,2 Prozent) und Polen (10,0 Prozent).

Nahe der Altstadt bringt die Stadt Steinfurt zudem einen Teil ihrer Flüchtlinge und Asylsuchenden unter.

Vielfalt: Strategien, Konzepte & Strukturen

Verschiedene Institutionen unterstützen die Integration von Migrantinnen und Migranten vor Ort.  Dabei koordiniert die Lenkungsgruppe "Willkommenskultur" – bestehend aus Verwaltung, Kirchengemeinden, Caritas, Diakonie, Kulturforum und weiteren Akteuren – die Betreuungsangebote und stellt den regelmäßigen gegenseitigen Austausch sicher.

Um die verschiedenen Aktivitäten zu vernetzen, wurde in Steinfurt auf kommunaler Ebene zudem die Stelle eines ehrenamtlichen Beauftragten für die Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern geschaffen. Daneben wurde für die Koordination der ehrenamtlichen Hilfe für Flüchtlinge eine Online-Plattform eingerichtet.

Zu den weiteren lokalen Akteuren und Projekten, die sich um das Thema Integration bemühen, gehören beispielsweise Sporthand, ein Zusammenschluss mehrerer lokaler Sportvereine, der kostenlose Sportangebote für Flüchtlinge organisiert, der Jugendmigrationsdienst der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland gGmbH, der mobile Beratung und individuelle Begleitung junger Zuwanderinnen und Zuwanderer bis 27 Jahre bietet sowie das LWL-Jugendheim (Ambulante Erziehungshilfen Steinfurt).

Vielfalt: Maßnahmen und Projekte

Foto: Steinfurt, Altes Rathaus; Foto: Heribert Schwarthoff, Günther Hilgemann
Steinfurt, Altes Rathaus; Foto: Heribert Schwarthoff, Günther Hilgemann

Die Altstadt Burgsteinfurts ist seit Ende Juli 2015 Betrachtungsgebiet einer Energetischen Quartierssanierung (im KfW-Förderprogramm 432). Im Rahmen dieses Vorhabens soll bis Ende 2015 die detaillierte bauliche, infrastrukturelle und soziale Ausgangslage der Altstadt Burgsteinfurts ermittelt werden.

In ihrer Bedeutung betont wird hierbei insbesondere die Partizipation von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. Damit erfahren gerade auch die sozialen Aspekte im KfW-Programm besondere Aufmerksamkeit. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass fast ausschließlich regionale Projektträger mitwirken und ein markanter Schwerpunkt bei der Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung liegt. Auf diese Weise soll die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Quartier gestärkt werden.

Aufbauend auf dem Konzept zur energetischen Quartiersentwicklung ist für das Jahr 2016 geplant, ein Integriertes Handlungskonzept zu entwickeln. Das Konzept soll als Programm sowohl für die städtebauliche als auch die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des historischen Stadtkerns herangezogen werden. Übergeordnetes Ziel ist es, die Lebens- und Wohnqualität in der Innenstadt zu verbessern. Dazu sollen nicht nur die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner erfasst, sondern auch geeignete (Bottom-up-)Ansätze zu deren Einbeziehung beim Umsetzen von Maßnahmen entwickelt werden.

Steckbrief
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Landkreis
Kreis Steinfurt
Name Ansprechpartner
Frau Maria Lindemann
Funktion Ansprechpartner
Erste Beigeordnete
Telefon Ansprechpartner
(02552) 925-152
E-Mail
Internetadresse
Einwohnerzahl
33 200