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Forschungs-Praxis-Projekt: Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten

26. - 27. November 2015
Sozialräumliche Integration, städtische Identität und gesellschaftliche Teilhabe

Mit dem demografischen Wandel und den steigenden Zuwanderungszahlen nimmt auch in den Klein- und Mittelstädten des ländlichen Raums die soziale und kulturelle Vielfalt der Bevölkerung zu. Dies wirkt sich auf das Zusammenleben und die Teilhabechancen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen aus. Gleichzeitig verändern sich die Innenstädte in ihrer Funktion als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens und ehemals "gute Stube" der Kleinstadtgesellschaft. Neue Bewohnerinnen und Bewohner, veränderte Nutzungen, Leerstand von Gewerbe und Wohnen führen nicht selten zu Fremdheitsgefühlen und Identitätskonflikten. Das Forschungs-Praxis-Projekt

»Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten – sozialräumliche Integration, städtische Identität und gesellschaftliche Teilhabe«

geht deshalb unter anderem folgenden Fragen nach:

  • Wie lassen sich die sozialräumliche Integration in den Innenstädten und die Teilhabe von Zuwanderern am gesellschaftlichen und politischen Leben verbessern?
  • Wie verläuft städtische Identitätsbildung? Inwieweit trägt diese zu einer Stärkung der Innenstädte bei?

Das Projekt richtet sich gleichermaßen an die Zuwanderer wie an die Aufnahmegesellschaft. Ein Fokus liegt auf den Bewohnerinnen und Bewohnern der Innenstädte in ihrer Eigenschaft als Eigentümer, Mieter oder Gewerbetreibende. Auch Kommunalverwaltung und kommunale Politik stehen im Zentrum der Betrachtung: Sie setzen die Rahmenbedingungen und können durch ihr Handeln Integrationsprozesse befördern. Besondere Impulse werden durch die Verknüpfung integrations- und stadtentwicklungspolitischer Handlungsansätze erwartet.

Das dreijährige Forschungs-Praxis-Projekt wird vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) bearbeitet. Kooperationspartner sind das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das Hessische Ministerium für Soziales und Integration, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Das Projekt wird finanziell unterstützt durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU, durch Projektfördermittel des BAMF und durch das Förderprogramm "WIR" des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.

In das Forschungsprojekt werden bundesweit neun ausgewählte Kommunen einbezogen. Sie stehen modellhaft für die Situation in den Klein- und Mittelstädten ländlich strukturierter Regionen. Mit Hilfe eines Interessenbekundungsverfahrens konnten sich Kommunen für die Teilnahme an dem Projekt bewerben.

Die Auftaktveranstaltung markiert den Start des Projektes. Sie dient dazu, das Projekt und die ausgewählten Kommunen vorzustellen, in die Projektthemen und -fragestellungen einzuführen und diese zu diskutieren sowie die Projektbeteiligten miteinander bekanntzumachen.

Hinweise zur Veranstaltung
Veranstaltungstyp
Auftaktveranstaltung
Stadt
Berlin
Strasse
Alte Jakobstraße 149
Postleitzahl
10969
Veranstaltungsort
Mendelsohnbau
Veranstalter
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Anmeldefrist

16. November 2015

Ansprechpartner

Dr. Bettina Reimann
Tel. 030/39001-191
reimann@difu.de

Gudrun Kirchhoff
Tel. 030/39001-192
kirchhoff@difu.de

Anlagen