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Wohnquartier Innenstadt – Integrationspotenziale der Zentren von Klein- und Mittelstädten

07. - 08. Juni 2017
Fachveranstaltung des Deutschen Instituts für Urbanistik in Kooperation mit der Schader-Stiftung

Innenstädte sind besondere Stadtquartiere. Idealtypisch stellen sie das historische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, administrative und kulturelle Zentrum der Stadt dar. Parallel sind sie auch Alltagsorte der dort lebenden Bevölkerung. Aus diesem Miteinander von Alltäglichkeit und stadtweiter Bedeutung resultiert das urbane Leben bzw. die spezifische Urbanität des Ortes. De facto haben viele Innenstädte aber in den zurückliegenden Jahrzehnten einen Aderlass erlitten – eine Reihe der ehemals zentralen Nutzungen verließ das enge räumliche Korsett der (Innen)Stadt. Dem gleichen Trend folgten auch die Bewohnerinnen und Bewohner, wobei die Ursachen für deren sukzessiven Auszug durchaus vielfältig waren: Ungünstige Wohnungsgrundrisse, fehlende zu den Häusern gehörige private Freiflächen, Nutzungskonflikte durch Handel und Tourismus, Lärm, Stellplatzprobleme sowie ein hoher baulicher Erhaltungsaufwand. Zudem versprachen neu entstandene Eigenheimgebiete am Stadtrand die Erfüllung von "Wohnträumen" und bessere Lebensbedingungen.

In den weniger nachgefragten innerstädtischen Altbauwohnungen verblieben Menschen, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind. Auch neu Zuziehende – z.B. Migrantinnen und Migranten – suchten eher eine günstige Wohnung als den historischen Charme der Altstadt. In den letzten Jahren gewann allerdings Zentralität als Standortfaktor Fachveranstaltung des Deutschen Instituts für Urbanistik in Kooperation mit der Schader-Stiftung Wohnquartier Innenstadt – Integrationspotenziale der Zentren von Klein- und Mittelstädten des Wohnens ein neues Gewicht. Mit den Argumenten: kurze Wege, Erlebnisdichte, kulturelles Angebot etc. wurden die Zentren wieder für breitere Bevölkerungsschichten interessant. Parallel wurden über die Städtebauförderung umfangreiche Stadtsanierungsprogramme angestoßen. Trotz der sichtbaren baulichen Aufwertung und des ansteigenden Zuzugs blieben aber viele Funktionsverluste bestehen.

Es zeigt sich immer mehr, dass die Innenstädte zwar ein wesentlicher Identifikationsort der Stadtbewohnerinnen und -bewohner bleiben, die Effekte der Randwanderung – die auch mit neuen Zentrenbildungen (großflächige Einkaufszentren) zusammenhängen – aber nicht rückholbar sind. Das heißt, die langfristige und nachhaltige Stärkung der Innenstädte muss mit einer Bedeutungs- und Inhaltsbestimmung der Zentren einhergehen. Ein wesentlicher Baustein einer solchen neuen Zentralität ist das innerstädtische Wohnen, das einer Neupositionierung bedarf.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklungen wird sich diese Fachveranstaltung mit den Perspektiven der Innenstädte und der Bedeutung des Wohnens in den Innenstädten der Klein- und Mittelstädte auseinandersetzen.

zur Dokumentation der Fachveranstaltung ...

Hinweise zur Veranstaltung
Veranstaltungstyp
Workshop
Stadt
Darmstadt
Strasse
Goethestraße 2
Postleitzahl
64285
Veranstaltungsort
Schader-Forum
Veranstalter
Schader Stiftung
Deutsches Institut für Urbanistik
Ansprechpartner

Programmverantwortung

Gudrun Kirchhoff, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Tel. 030/39001-192, kirchhoff@difu.de

Dr. Bettina Reimann, Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
Tel. 030/39001-191, reimann@difu.de

Natascha Riegger, Schader-Stiftung
Tel. 06151/1759-14, Riegger@schader-stiftung.de

Anlagen